Wann ein Innenraumfilter gewechselt wird
Der Innenraumfilter ist ein Wartungsteil. Der Wartungsplan Ihres Fahrzeugherstellers sagt, wann er gewechselt wird: nach einer Fahrstrecke, nach einer Zeit, bei einer bestimmten Wartung oder je nachdem, was davon zuerst eintritt. Als grober Anhaltspunkt: Wo ein Lieferant in unserem Katalog für einen Innenraumfilter ein empfohlenes Wechselintervall angibt, sind es fast immer 15.000 km oder 20.000 km. Wo ein Lieferant eines angibt, zeigt die Seite des Fahrzeugs das Intervall bei den Angaben zur Teilenummer; ist die Liste eines Fahrzeugs lang, zeigt sie Angaben nur für einen Teil der Teilenummern. Die Wartungspläne der Fahrzeughersteller unterscheiden sich, und viele setzen zusätzlich eine zeitliche Grenze; maßgeblich ist deshalb der Plan für Ihr Fahrzeug. Viele Pläne verlangen einen früheren Wechsel bei Fahrzeugen, die in staubiger oder stark belasteter Luft gefahren werden. Hat das Fahrzeug eine Serviceanzeige, befolgen Sie, was die Betriebsanleitung dazu sagt.
Unabhängig vom Wartungsplan: Prüfen Sie den Filter, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, und wechseln Sie ihn, wenn er beschädigt, nass, schimmelig oder stark zugesetzt ist; suchen Sie nach anderen Ursachen, wenn der Zustand des Filters nicht erklärt, was Sie bemerkt haben:
- Aus den Luftdüsen kommt weniger Luft als früher, auch bei hoher Gebläsestufe
- Die Scheiben beschlagen leichter oder werden langsamer wieder frei
- Aus den Luftdüsen kommt ein modriger oder muffiger Geruch
- Das Gebläse ist lauter geworden, oder aus den Luftdüsen kommen Blätter und anderer Schmutz
Diese Anzeichen haben auch andere Ursachen, etwa einen Fehler am Gebläse oder an seiner Ansteuerung, einen verstopften Lufteinlass, einen verstopften Kondenswasserablauf oder Bewuchs auf dem Verdampfer der Klimaanlage; ein neuer Innenraumfilter ist deshalb keine Diagnose dafür. Auch die Farbe allein sagt wenig: Ein Filter wird im normalen Betrieb dunkler, und ein Filter, der sauber aussieht, kann nach dem Wartungsplan fällig sein.
Wechseln Sie einen Filter, der gerissen, gequetscht, nass, schimmelig oder stark zugesetzt ist oder dessen Rahmen oder Dichtung beschädigt ist, unabhängig von seinem Alter. Waschen Sie einen Innenraumfilter nicht, klopfen Sie ihn nicht aus und blasen Sie ihn nicht mit Druckluft aus, es sei denn, die Anweisungen seines Herstellers erlauben das für dieses Teil ausdrücklich: Reinigen kann das Filtermedium beschädigen, ohne dass der Schaden zu sehen ist, und es stellt eine Aktivkohleschicht nicht wieder her.
Bevor Sie beginnen
Bei vielen Fahrzeugen sitzt der Filter nahe am Beifahrerairbag, an einem Knieairbag oder an deren Leitungen. Trennen Sie niemals einen Stecker des Airbagsystems, ziehen Sie nicht an einem seiner Stecker oder Kabel und setzen Sie sie nicht unter Zug, und bauen Sie kein Teil aus, das einen Airbag trägt oder abdeckt. Gehört zum Verfahren des Fahrzeugherstellers für den Zugang zum Filter eine Arbeit an einem Bauteil des Airbagsystems, überlassen Sie die Arbeit einer Werkstatt.
- Stellen Sie das Fahrzeug auf ebenem Boden ab und ziehen Sie die Feststellbremse an. Schalten Sie die Zündung aus, bei ausgeschaltetem Gebläse und ausgeschalteter Klimaanlage, und halten Sie Schlüssel oder Funkschlüssel vom Fahrzeug fern, damit während der Arbeit nichts eingeschaltet werden kann. Bei manchen Fahrzeugen kann das Gebläse auch bei ausgeschalteter Zündung laufen, zum Beispiel durch eine Standheizung oder Standlüftung oder durch eine Fernbedienungsfunktion: Schalten Sie solche Funktionen ab und befolgen Sie die Vorgaben Ihres Fahrzeugherstellers.
- Klären Sie, wo der Innenraumfilter bei Ihrem Fahrzeug sitzt und wie sein Gehäuse geöffnet wird. Die Betriebsanleitung oder die Arbeitsanweisung des Fahrzeugherstellers sagt, wo er sitzt. Häufige Einbauorte sind hinter oder unter dem Handschuhfach, unter dem Armaturenbrett in einem Fußraum, seitlich an der Mittelkonsole und unter der Motorhaube am unteren Rand der Windschutzscheibe, dort unter einem Deckel oder einer Abdeckung; bei manchen Fahrzeugen sitzt er woanders. Manche Fahrzeuge haben mehr als einen Innenraumfilter, an einer Stelle oder an mehreren, zum Beispiel wenn ein weiteres Lüftungs- oder Klimagerät, etwa eines im Dach, einen eigenen Filter hat, und einige wenige haben keinen. Ermitteln Sie anhand der Angaben des Fahrzeugherstellers jeden Filter, den Ihr Fahrzeug hat.
- Klären Sie, was für den Zugang abgebaut werden muss. Bei manchen Fahrzeugen ist es nur eine kleine Klappe oder ein Deckel; bei anderen muss das Handschuhfach, eine Verkleidung unter dem Armaturenbrett, eine Abdeckung im Motorraum oder die Abdeckung am unteren Rand der Windschutzscheibe ausgebaut werden, in manchen Fällen zusammen mit den Wischerarmen, und die Arbeit dauert erheblich länger. Manche Wischerarme lassen sich nur mit einem Abzieher von ihren Wellen lösen: Verlangt die Arbeitsanweisung des Fahrzeugherstellers ein Werkzeug, das Sie nicht haben, überlassen Sie diese Arbeit einer Werkstatt.
- Ist der Filter vom Motorraum aus zugänglich, lassen Sie zuerst den Motor abkühlen und stellen Sie sicher, dass die Stütze oder die Gasfedern der Motorhaube sie sicher halten, bevor Sie darunter arbeiten. Halten Sie Abstand von den Scheibenwischern und ihrem Gestänge, die sich bewegen können, wenn die Zündung eingeschaltet wird. Ein elektrischer Kühlerlüfter kann auch bei ausgeschalteter Zündung von selbst anlaufen: Halten Sie Hände und Werkzeug von ihm fern. Berühren Sie bei einem Hybrid- oder Elektrofahrzeug weder die orangefarbenen Hochvoltleitungen noch die Bauteile, die sie verbinden.
- Legen Sie den neuen Filter bereit, bevor Sie beginnen, und beschaffen Sie die Arbeitsanweisung des Fahrzeugherstellers und die Anzugsvorgaben, die er für die zum Zugang ausgebauten Teile macht, sofern er welche macht.
- Alte Filter halten Staub, Pollen und in manchen Fällen Schimmel fest. Tragen Sie Handschuhe und eine Staubmaske, wenn Sie einen alten Filter anfassen, besonders wenn Sie eine Allergie oder Asthma haben, und halten Sie ihn vom Gesicht fern.
- Ist der Filter von außerhalb des Fahrzeugs zugänglich, arbeiten Sie an einem trockenen Ort, geschützt vor Wind und Regen, damit weder Wasser noch Schmutz in das offene Gehäuse gelangt.
Den richtigen Filter wählen
Innenraumfilter unterscheiden sich in Form und Größe, und viele sind für genau ein Gehäuse gemacht. Ein Filter von fast der richtigen Größe kann einen Spalt lassen, durch den ungefilterte Luft strömt, kann zusammengedrückt und verformt werden oder verhindern, dass das Gehäuse schließt: Bauen Sie nur einen Filter ein, der für Ihr Fahrzeug und seine Ausstattung gelistet ist.
Wählen Sie Ihr Fahrzeug mit der Auswahl auf dieser Seite, um die dafür gelisteten Teilenummern zu sehen. Die Seite des Fahrzeugs zeigt Teilenummern mit den Angaben ihrer Lieferanten, etwa der Filterausführung und den Abmessungen; ist die Liste eines Fahrzeugs lang, zeigt sie diese nur für einen Teil der Teilenummern.
- Für die meisten Innenraumfilter im Katalog geben die Lieferanten eine Filterausführung an. Ein Partikelfilter, den manche Lieferanten Pollenfilter nennen, hält Partikel wie Staub, Ruß und Pollen zurück. Ein Aktivkohlefilter, den manche Lieferanten Kohlefilter nennen, hat zusätzlich eine Schicht Aktivkohle, die auch manche Gase und Gerüche zurückhalten kann. Sind beide Ausführungen für Ihr Fahrzeug gelistet und trennt keine angegebene Bedingung sie, haben Sie die Wahl.
- Für manche Teilenummern gibt der Lieferant weitere Eigenschaften an, etwa eine antiallergische Wirkung oder eine antibakterielle oder fungizide Wirkung. Das sind Aussagen des Lieferanten über sein Produkt; wir prüfen sie nicht.
- Manche Fahrzeuge brauchen mehr als einen Filter oder einen Filter aus mehr als einem Teil. Für manche Teilenummern gibt der Lieferant an, dass das Teil ein Filtersatz ist, wie viele Filter es enthält oder welche Menge das Fahrzeug benötigt. Klären Sie anhand der Listung und der Angaben des Fahrzeugherstellers, wie viele Ihr Fahrzeug hat, und wechseln Sie alle zusammen, sofern der Wartungsplan des Fahrzeugherstellers sie nicht getrennt behandelt.
- Gibt ein Lieferant Bedingungen für eine Teilenummer an, etwa Links- oder Rechtslenker, mit oder ohne Klimaanlage oder einen Bauzeitraum, sagen sie, für welche Fahrzeuge sie bestimmt ist. Sind für ein Fahrzeug mehrere Filter gelistet, können es gleichwertige Teile verschiedener Lieferanten, verschiedene Filterausführungen oder Teile für verschiedene Ausführungen des Fahrzeugs sein. Wenn die Angaben das nicht klären, fragen Sie vor dem Kauf den Lieferanten oder den Fahrzeughersteller.
Den alten Filter ausbauen
- Bevor Sie etwas ausbauen, schalten Sie die Zündung aus und stellen Sie sicher, dass das Gebläse nicht laufen kann, wie unter „Bevor Sie beginnen“ beschrieben. Ist der Filter vom Motorraum aus zugänglich, lassen Sie den Motor abkühlen, falls er gelaufen ist, und stellen Sie sicher, dass die Motorhaube sicher offen gehalten wird.
- Bauen Sie aus, was den Zugang zum Filtergehäuse versperrt, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt. Lösen Sie ein Handschuhfach, eine Verkleidung oder eine Abdeckung nur an den Rasten, Anschlägen und Befestigungen, die das Teil hat, und stützen Sie es dabei ab; alter Kunststoff kann spröde sein, hebeln Sie also nicht und wenden Sie keine Gewalt an. Sitzt in einer Verkleidung, die abgenommen werden muss, eine Leuchte, ein Schalter oder ein anderes elektrisches Bauteil, trennen Sie dessen Stecker nur bei ausgeschalteter Zündung und nachdem die Stromversorgung so unterbrochen wurde, wie die Arbeitsanweisung des Fahrzeugherstellers es gegebenenfalls verlangt, denn das Ausschalten der Zündung macht nicht jeden Stromkreis spannungsfrei: Lösen Sie eine vorhandene Klammer oder Verriegelung am Stecker und ziehen Sie am Stecker, niemals an den Kabeln. Trennen Sie keinen Stecker des Airbagsystems. Legen Sie die Befestigungsteile geordnet ab und merken Sie sich, wohin jedes gehört.
- Sitzt der Filter unter der Motorhaube am unteren Rand der Windschutzscheibe, entfernen Sie Blätter und losen Schmutz rund um den Deckel, bevor Sie ihn öffnen, damit nichts hineinfällt. Muss eine Gummidichtung oder eine Leiste angehoben oder abgenommen werden, um den Deckel freizulegen, merken Sie sich, wie sie sitzt.
- Öffnen Sie das Filtergehäuse, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt. Sein Deckel kann von Klammern, von einem Schieberiegel, von Schrauben oder von einer Kombination daraus gehalten werden, und manche Deckel sind an einer Kante angelenkt oder eingehängt. Lösen Sie Schrauben, ohne sie fallen zu lassen, und klären Sie, in welche Richtung der Deckel bewegt werden muss, damit er freikommt.
- Bevor Sie den Filter herausnehmen, merken Sie sich, wie er sitzt: wie herum er liegt, welche Seite der einströmenden Luft zugewandt ist und, wo der Filter oder das Gehäuse einen Pfeil oder eine Markierung für die Luftrichtung oder die Einbaulage trägt, wohin der Pfeil beziehungsweise die Markierung zeigt. Merken Sie sich auch einen gegebenenfalls vorhandenen Rahmen oder Halter, in dem der Filter sitzt, oder eine solche Kassette, und, wo es mehr als einen Filter oder mehr als ein Teil gibt, den Platz und die Reihenfolge jedes einzelnen.
- Nehmen Sie den Filter entsprechend seiner Befestigungsart heraus. Viele Filter lassen sich aus einem Schacht ziehen; manche kommen mit einem Rahmen oder einer Kassette heraus und werden dann daraus entnommen; manche werden von eigenen Laschen oder Klammern gehalten, die zuerst gelöst werden müssen, falls der Filter welche hat. Ist der Schacht schmaler als der Filter, muss der Filter zum Herausnehmen gebogen werden, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt. Ziehen Sie ihn langsam heraus und halten Sie ihn waagerecht, mit der schmutzigen Seite nach oben, wo die Lage es zulässt, damit der Schmutz, den er festhält, nicht in das Gehäuse fällt.
- Sehen Sie sich den Zustand des alten Filters beim Herausnehmen an, ohne ihn zu schütteln oder ihn nah ans Gesicht zu bringen: Achten Sie darauf, ob er nass, schimmelig, beschädigt oder stark zugesetzt ist. Stecken Sie ihn dann sofort in einen Beutel und verschließen Sie den Beutel. Klopfen Sie den Filter nicht aus und tragen Sie ihn nicht offen durch den Fahrgastraum.
Bei vielen Fahrzeugen sitzt das Gebläse direkt unter oder hinter dem Filter. Nichts darf in das offene Gehäuse fallen: Gelangt ein Blatt, eine Schraube oder eine Klammer bis zum Gebläse, kann dies das Gebläse blockieren, beschädigen oder laut machen. Ist etwas hineingefallen und können Sie es nicht sehen und vollständig herausholen, schalten Sie das Gebläse nicht ein und lassen Sie es von einer Werkstatt entfernen.
Das Gehäuse reinigen und prüfen
- Leuchten Sie mit einer Lampe in das Gehäuse. Saugen Sie Blätter, Staub und anderen Schmutz ab, soweit Sie ihn erreichen, ohne die Düse oder etwas anderes in das Gebläse oder auf die Lamellen eines Wärmetauschers hinter dem Filter zu drücken, falls einer in Reichweite ist. Wischen Sie dann die Flächen, auf denen der Filter und der Deckel aufliegen, mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch ab und lassen Sie sie trocknen, bevor der neue Filter eingesetzt wird. Blasen Sie das Gehäuse nicht mit Druckluft aus, die den Schmutz tiefer in die Anlage treibt, und verwenden Sie darin weder Wasser noch Lösungsmittel oder Sprays, es sei denn, die Arbeitsanweisung des Fahrzeugherstellers sieht sie ausdrücklich vor.
- Prüfen Sie das Gehäuse und seinen Deckel auf Risse und auf gebrochene Klammern, Laschen oder Scharniere. Hat der Deckel oder das Gehäuse eine eigene Dichtung, prüfen Sie, ob sie unbeschädigt ist und richtig sitzt, und ersetzen Sie eine beschädigte. Ein Deckel, der nicht rundum gleichmäßig schließt, lässt ungefilterte Luft und bei manchen Fahrzeugen Wasser am Filter vorbei und muss instand gesetzt oder ersetzt werden.
- War der alte Filter nass, oder ist das Gehäuse nass oder zeigt es Wasserränder, klären Sie, woher das Wasser kam, zum Beispiel von verstopften Wasserabläufen am unteren Rand der Windschutzscheibe, von einem beschädigten oder schlecht sitzenden Deckel oder einer solchen Dichtung oder von einem verstopften Kondenswasserablauf der Klimaanlage, und lassen Sie die Ursache beheben: Ein neuer Filter, der nass wird, arbeitet nicht richtig, kann schimmeln und kann im Winter einfrieren.
- Ist der Filter vom unteren Rand der Windschutzscheibe aus zugänglich, entfernen Sie Blätter und Schmutz aus dem Bereich um den Lufteinlass, soweit Sie ihn erreichen, und prüfen Sie, dass die Wasserabläufe, die Sie dort sehen können, nicht verstopft sind.
Ein modriger Geruch, der mit einem neuen Filter bleibt, kommt meist von weiter innen in der Anlage, oft vom Verdampfer der Klimaanlage. Das Reinigen oder Desinfizieren des Verdampfers und der Luftkanäle ist eine eigene Arbeit mit eigenen Mitteln und Verfahren; befolgen Sie dafür die Vorgaben des Fahrzeugherstellers oder überlassen Sie sie einer Werkstatt. Sprühen Sie keine Reiniger oder Duftstoffe auf den Filter oder in das Gehäuse, es sei denn, das Mittel ist dafür gemacht und der Fahrzeughersteller erlaubt es.
Den neuen Filter einbauen
- Prüfen Sie, dass der neue Filter für Ihr Fahrzeug gelistet ist. Vergleichen Sie ihn dann mit dem alten Filter: Form, Länge, Breite und Höhe, die Zahl der Teile, die Lage von Dichtung, Laschen oder Aussparungen, soweit vorhanden, und die Filterausführung. Unterscheiden sie sich in mehr als der Filterausführung, bauen Sie den Filter nicht ein, bevor sein Lieferant oder der Fahrzeughersteller bestätigt, dass er das richtige Teil ist. Der eingebaute Filter kann selbst der falsche gewesen sein.
- Prüfen Sie, dass der neue Filter sauber, trocken und unbeschädigt ist, mit gleichmäßigen Falten und vollständigem Rahmen oder Rand. Bauen Sie keinen Filter ein, der beschädigt oder schmutzig ist oder nass war. Nehmen Sie ihn erst aus der Verpackung, wenn Sie ihn einbauen, und entfernen Sie die Verpackung vollständig: Ein Filter, der in seiner Folie eingebaut wird, lässt keine Luft durch.
- Suchen Sie am neuen Filter die Markierung für die Einbaurichtung. Viele Filter tragen einen Pfeil für die Richtung des Luftstroms, und manche sind stattdessen mit der Seite, die nach oben zeigt, oder mit der Einbaulage gekennzeichnet; die Anleitung, die dem Filter beiliegt, sagt, was seine Markierung bedeutet. Die Luft strömt vom Lufteinlass durch den Filter zum Gebläse oder zum Fahrgastraum, und an vielen Gehäusen zeigt ein Pfeil diese Richtung. Kann der alte Filter falsch eingebaut gewesen sein, richten Sie sich nach den Markierungen und den Vorgaben des Fahrzeugherstellers, nicht nach dem alten Filter. Trägt weder der Filter noch das Gehäuse eine Markierung und klären die Anleitungen es nicht, fragen Sie den Lieferanten oder den Fahrzeughersteller.
- Stellen Sie sicher, dass nichts im Gehäuse zurückgeblieben ist: kein Werkzeug, kein Tuch, kein Befestigungsteil und kein Stück des alten Filters.
- Setzen Sie den Filter entsprechend seiner Befestigungsart ein. Ein Filter, der in einem Rahmen, einem Halter oder einer Kassette sitzt, wird zuerst in dieses Teil eingesetzt, richtig herum und so, dass jede vorhandene Lasche richtig greift. Ist der Schacht schmaler als der Filter, biegen Sie den Filter nur so, wie der Fahrzeughersteller oder die Anleitung des Filters es beschreibt, ohne seine Falten zu knicken oder seinen Rand einzureißen, und stellen Sie sicher, dass er im Gehäuse wieder seine volle Form angenommen hat. Gibt es mehr als einen Filter oder mehr als ein Teil, setzen Sie jeden Filter beziehungsweise jedes Teil an seinen Platz und in der Reihenfolge ein, die der Fahrzeughersteller beschreibt, und verbinden Sie Teile, die ineinander eingehängt oder geclipst werden, sofern sie dafür gemacht sind.
- Prüfen Sie den Sitz, bevor Sie das Gehäuse schließen, soweit der Sitz aufgrund der Bauart sichtbar ist. Der Filter muss die Form haben, die er im Gehäuse haben soll, und vollständig in seinen Führungen oder auf seinem Sitz sitzen, mit seinem Rand oder seiner Dichtung rundum am Gehäuse, nirgends umgeknickt oder eingeklemmt und ohne Spalt daneben. Schließen Sie wieder jede Lasche oder Klammer, die ihn hält, falls er welche hat.
- Setzen Sie den Deckel so wieder auf, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt. Hat er Haken oder ein Scharnier, hängen Sie diese zuerst ein, und prüfen Sie, dass seine Dichtung, falls er eine hat, an ihrem Platz ist. Schließen Sie jede Klammer oder Raste und ziehen Sie Schrauben gleichmäßig und nur leicht an, nach der Anzugsvorgabe des Fahrzeugherstellers, wo er eine macht: Die Gewinde sind oft in Kunststoff. Schließt der Deckel nicht gleichmäßig, wenden Sie keine Gewalt an: Öffnen Sie ihn und suchen Sie nach einem Filter, der nicht vollständig sitzt oder falsch herum liegt.
- Bauen Sie alles, was für den Zugang ausgebaut wurde, so wieder ein, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt, in umgekehrter Reihenfolge, mit neuen Klammern oder Befestigungsteilen, wo der Hersteller sie verlangt, angezogen nach den Werten des Herstellers, wo er welche angibt. Stecken Sie jeden elektrischen Stecker, den Sie getrennt haben, wieder ein, bis seine Raste einrastet, und schließen Sie wieder jede gesonderte Verriegelung, die Sie daran gelöst haben. Wo die Stromversorgung unterbrochen werden musste, stellen Sie sie so wieder her, wie der Fahrzeughersteller es beschreibt, bevor Sie die Zündung einschalten. Setzen Sie eine gegebenenfalls vorhandene Gummidichtung oder Leiste am unteren Rand der Windschutzscheibe wieder so ein, wie sie saß. Wurden Wischerarme abgebaut, bauen Sie sie wieder an, jeden auf seiner Seite, in der Stellung und nach dem Verfahren, die der Fahrzeughersteller vorgibt. Prüfen Sie, dass ein Handschuhfach oder eine Verkleidung an jeder Befestigung gehalten wird und sich wie zuvor öffnen und schließen lässt.
Die Lüftung prüfen
- Prüfen Sie, dass kein Werkzeug, kein Tuch, kein Befestigungsteil und kein Beutel im Fußraum, im Handschuhfach oder im Motorraum zurückgeblieben ist und dass nichts auf der Windschutzscheibe oder im Weg der Wischer liegt. Schließen Sie die Motorhaube, falls sie offen war.
- Schalten Sie die Zündung ein und lassen Sie das Gebläse in den Stufen laufen, die es hat. Prüfen Sie es mit Frischluft und, wo das Fahrzeug eine Umluftstellung hat und seine Bedienung es zulässt, mit Umluft. Läuft das Gebläse bei Ihrem Fahrzeug nur bei laufendem Motor, stellen Sie zuerst sicher, dass das Fahrzeug im Freien steht und sich nicht bewegen kann, mit angezogener Feststellbremse und dem Getriebe in Neutral- oder Parkstellung; lassen Sie einen Motor niemals in einer Garage oder einem anderen geschlossenen Raum laufen, denn Abgase sind giftig.
- Bei laufendem Gebläse sollte Luft aus den Luftdüsen kommen, die mit der Bedienung gewählt sind. Lässt sich die Gebläsedrehzahl von Hand einstellen, lassen Sie die Luftverteilung unverändert und prüfen Sie, dass der Luftstrom zunimmt, wenn Sie die Drehzahl erhöhen. Achten Sie auf Klappern, Schleifen oder Pfeifen, das vorher nicht da war: Es kann bedeuten, dass etwas bis zum Gebläse gelangt ist, dass der Filter nicht richtig sitzt oder dass der Deckel nicht geschlossen ist. Hören Sie eines davon, schalten Sie das Gebläse und die Zündung aus und prüfen Sie Filter und Deckel noch einmal. Lassen Sie das Gebläse von einer Werkstatt prüfen, wenn das Geräusch bleibt.
- Kommt kaum Luft, schalten Sie aus und prüfen Sie, dass die Verpackung vollständig vom Filter entfernt wurde, dass der Filter richtig herum sitzt und dass er sich im Gehäuse nicht umgelegt hat.
- Wurden Wischerarme oder die Abdeckung am unteren Rand der Windschutzscheibe abgebaut, prüfen Sie bei nasser Scheibe, dass die Wischer ihr ganzes Wischfeld überstreichen, in ihrer gewohnten Stellung parken und nirgends anstoßen.
- Hat das Fahrzeug eine Serviceanzeige, die nach dem Wechsel zurückgesetzt werden muss, setzen Sie sie so zurück, wie die Betriebsanleitung oder der Fahrzeughersteller es beschreibt. Tragen Sie den Filterwechsel in den Servicenachweis ein, gleich ob eine Anzeige zurückgesetzt werden musste oder nicht.
- Entsorgen Sie den alten Filter in seinem verschlossenen Beutel so, wie die örtlichen Abfallvorschriften es verlangen.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Den Filter falsch herum einbauen, entgegen der Markierung für die Luftrichtung oder die Einbaulage
- Die Verpackungsfolie am neuen Filter lassen
- Den Filter knicken oder falten, um ihn hineinzubekommen, wo das Verfahren kein Biegen vorsieht, oder ihn im Gehäuse umgelegt lassen
- Blätter, Schmutz oder ein Befestigungsteil in das Gebläse fallen lassen
- Den alten Filter im Fahrzeug oder in seiner Nähe ausschütteln
- Einen Teil eines mehrteiligen Filters nicht wechseln oder nur einige der Filter wechseln, die nach dem Wartungsplan des Fahrzeugherstellers zusammen gewechselt werden
- Den Deckel offen oder lose lassen oder seine Dichtung nicht an ihrem Platz
- Bei einem Handschuhfach, einer Verkleidung oder einer Klammer Gewalt anwenden oder an den Kabeln dahinter ziehen
- Einen Stecker des Airbagsystems trennen oder unter Zug setzen
- Einen Filter einbauen, der nicht für das Fahrzeug gelistet ist, weil er fast die richtige Größe hat
- Reiniger oder Duftstoffe auf den Filter sprühen